Einsatzübung „technische Hilfeleistung Verkehrsunfall“

Obwohl die Übungssaison bereits abgeschlossen ist, stand für die Feuerwehren Nieder-Ramstadt und Traisa am Mittwoch den 9.11.2011 noch einmal eine praktische Ausbildungseinheit auf dem Dienstplan. Hierbei handelte es sich um eine Einsatzübung, welcher ein angenommener Verkehrsunfall zu Grunde gelegt wurde.

Die Einsatzstelle befand sich im Schneckenmühlenweg unterhalb der Brücke zum Südportal des Lohberg-Tunnels. Angenommen wurde die Kollision zweier PKW mit insgesamt 3 Verletzten, wobei in den PKWs jeweils eine Person eingeklemmt war und der dritte Verletzte aus dem PKW geschleudert wurde. Die PKW wurden mit Hilfe eines Baggers des Bauhofes (an dieser Stelle noch einmal vielen Dank!) so verformt, wie es im Realfall ebenfalls zu erwarten ist. Ein PKW wurde zusätzlich auf die Seite gelegt, sodass er sich mit der Dachseite unmittelbar an einem Brückenpfeiler befand.

Gemäß den örtlichen Begebenheiten und der Alarm- und Ausrückeordnung fahren zunächst die Einsatzkräfte der Feuerwehr Nieder-Ramstadt die Einsatzstelle an. Zeitgleich trifft ein Rettungswagen (Abk. RTW) des DRK Darmstadt-Stadtmitte an der Einsatzstelle ein. Gemeinsam mit der RTW-Besatzung verschafft sich der Zugführer einen Überblick über die Lage. Da es sich um zwei eingeklemmte Personen in zwei verschiedenen PKW handelt, wird umgehend die Feuerwehr Traisa zur Einsatzstelle nachgefordert.

Nach Erkundung der Lage weist der Zugführer den eintreffenden Einsatzkräften ihre Aufgaben zu. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug (Abk. HLF) 20/16 der FF Nieder-Ramstadt übernimmt die Personenrettung aus dem auf der Seite liegenden PKW, der Gerätewagen (Abk. GW) übernimmt gemeinsam mit dem Tanklöschfahrzeug (Abk. TLF) die Absicherung der Unfallstelle, medizinische Erstversorgung, das Ausleuchten sowie die Absuche der Unfallstelle nach eventuellen weiteren Unfallopfern.

Den eintreffenden Einsatzkräften aus Traisa wird die Aufgabe der Personenrettung aus dem zweiten beteiligten PKW übertragen. Bereits nach kurzer Zeit wird die Person, welche aus dem PKW geschleudert wurde, gefunden und dem Rettungsdienst übergeben.

Die Rettung der eingeklemmten Personen erfolgt unter dem Einsatz von hydraulischen Rettungsgerät und weiterem schwerem Werkzeug. Insbesondere der PKW in Seitenlage erfordert ein umsichtiges Vorgehen der Rettungskräfte und stellt eine große Herausforderung dar. Ein realitätsnahes Training, wie hier durchgeführt, ist daher unbedingt notwendig, um die Einsatzkräfte auf mögliche Ernstfälle vorzubereiten.

Die Rettung der eingeklemmten Personen ist nach etwa 43 Minuten ab Eintreffen an der Einsatzstelle abgeschlossen. Diese Dauer liegt darin begründet, dass der Fokus der Rettung auf einer möglichst schonenden Befreiung der eingeklemmten Personen lag.

Ein Eindruck über die Rettungsarbeiten kann dem Video und den Fotos entnommen werden.

 

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