Jugendfeuerwehr unter Tage

Am 12.11.2011 begab sich der Bezirk 4 auf eine lange Reise in Richtung Nordhessen/Thüringen.

Kurz hinter der ehemaligen Ost-/Westgrenze wurde das Reiseziel Erlebnisbergwerk Merkers angesteuert. Um 9.00 Uhr begab sich die 80 köpfige Reisegruppe mit zwei Bussen und 90 Lunchpaketen im Gepäck auf den Weg in Richtung Bergwerk. Dort angekommen stärkte man sich um anschließend in rund 500m Tiefe „abzutauchen“. So manch einem schoss ein Lächeln ins Gesicht, als er hörte, dass der Schachtaufzug mit 8m/s in das Bergwerk „schießt“. Viel Zeit sich Gedanken zu machen wie schnell man dann unten ist blieb nicht. Schon hatte jeder einen Helm auf dem Kopf, eine Arbeitsjacke an, gab seine Fahrmarke ab und stand im Aufzug.

Schnell noch ein Tipp des Bergmanns: „Kaugummi kauen heute erlaubt“.

Spätestens nach dem den ersten die Ohren zugefallen waren und jeder wusste wieso, waren sie auch schon im Stollen. Gespannt, jedoch aufgeregt, hörte ein jeder dem Bergmann zu, der bei angenehmen Temperaturen noch einige Grunddaten zum Bergwerk Merkers gab bevor es auf die LKW’s ging.

Sobald die LKW’s voll besetzt waren ging es auch schon los. Mit max. 30km/h, was im Bergwerk jedoch dem Ein oder Anderen schon fast zu schnell war. Bedingt durch die geringe Deckenhöhe ist das Verhältnis zur Geschwindigkeit stark gestört. Zu dem verabschiedete sich der erste Helm schon hinter der ersten Kurve.

Von der Vorführung einer Sprengung bis zum Stollen in dem damals das Gold und Geld der Reichsbank lagerte, von 10°C bis 25°C, von 500m bis auf 800m führten die Bergleute durch das insgesamt 4500km lange „Straßennetz“ und bereiteten den Jugendfeuerwehren aus dem Bezirk 4 einen spannenden und informativen Tag.

Zum Schluss durfte jeder noch ein Stück Bergwerk mitnehmen, bei manchen war es ein Stückchen bei manchen ein ganzen Stück. Bei der Auffahrt gab es noch ein lautes „Glück auf“ und alle standen vollzählig vor den Aufzügen. Da alle brav waren und sich keiner daneben benommen hat bekamen alle wieder ihre Fahrmarke um sicher an die Erdoberfläche zu kommen.

Wir wünschen allen Bergleuten ein „Glück auf“ und bedanken uns bei dem Busunternehmen Schuchardt und der Metzgerei Göbel.

 

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